Vorstösse

Interpellation SP-Fraktion, Erstunterzeichnende Franziska Roth

Schulenplanung: Auswirkungen der Sek-I-Reform auf die städtischen Schulen

Die Stadt ist bei allen kantonalen Schulreformen jeweils an vorderster Front engagiert. Mit der Umsetzung der Sek-I-Reform und der flächendeckenden Einführung der Integration stehen gleich zwei grosse Änderungen vor der Schultüre.
Der Kanton hat nun den Fahrplan der Reform geändert und den Start um ein Jahr auf Mitte 2010 hinausgeschoben. Dies ermöglicht es den Gemeinden, die pädagogische und infrastrukturelle Planung noch detaillierter anzugehen.
Die Schuldirektion legt am 29.1.08 dem Gemeinderat die Schulenplanung 08/09 zur Kenntnisnahme vor. Diese zeigt auch auf, dass sich mit der Umsetzung der Sek-I-Reform grundsätzliche Fragen mit der Schulenplanung stellen:
" Erneut sind durch Anweisung des kantonalen Amtes für Volksschule und Kindergarten aufgrund der sinkenden Schülerzahlen Lektionen auf allen Stufen einzusparen. Durch die Klassenaufhebungen werden Schulräume frei. Gleichzeitig sollen mit der Umsetzung der Sek-I-Reform neue erstellt werden.
"In der Weststadt haben wir nach wie vor eine einseitige Sozialstruktur (überdurchschnittlich viele sozial schlechter gestellte Familien, Abwanderung sozial besser gestellter Familien), was sich vor allem negativ auf das Schulhaus Brühl auswirkt..." Mit der Einführung der Tagesschule wird der Grundsatz der Schulhauszuordnung nach Wohngebiet aufgebrochen. Das Konzept der Quartierschulhäuser scheint damit zunehmend ein Stolperstein in der Klassenzuteilung zu werden, die eine gute Durchmischung der Klassen und eine chancengerechte Beschulung behindert.
Die Schuldirektion hat eine interne Arbeitsgruppe eingesetzt, welche sich mit Schulraumplanung bezüglich Umsetzung der Sek-I-Reform befasst.

In diesem Zusammenhang bitte ich das Stadtpräsidium um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie ist die interne Arbeitsgruppe zusammengesetzt?

2. In welcher Form ist die laufende Information des Gemeinderates über die Umsetzung der Sek-I-Reform vorgesehen?

3. Ist vorgesehen, eine verwaltungsexterne Arbeitsgruppe einzusetzen, welche die Umsetzung der Sek-I-Reform im Hinblick auf pädagogische, wirtschaftli-che und politische Vertretbarkeit begleitet (wie dies bisher bei grösseren Schulreformprojekten wie Geleitete Schulen, Tagesschule, Blockzeiten der Fall war)?

a. Wenn ja, wie ist sie zusammengesetzt?

b. Wenn nein, warum nicht?

4. Wie stellt sich die Schuldirektion zur Umwandlung der heutigen Quartierschul-häuser in Stufenschulhäuser?

5. Wie stellt sich die Schuldirektion zur Reduktion der Schulquartiere auf 3 (analog den Tagesschulstandorten durch Zusammenschluss vom Wildbach- und Brühlquartier oder Fegetz- und Hermesbühlquartier)?


Solothurn, 27.01.2008 Franziska Roth



 

 
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