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Motion SP-Fraktion
- Erstunterzeichnerin Katrin Leuenberger
Beteiligung der Regio
Energie an einem AKW: Nein danke!
Text:
Das Stadtpräsidium wird beauftragt, den zuständigen
städtischen Organen Botschaft und Entwurf zu einer Anpassung
der Statuten der Regio Energie Solothurn zu unterbreiten,
die dieser verbieten, sich an jeglichen Gesellschaften im
In- und Ausland zu beteiligen, die Atomkraftwerke betreiben.
Begründung:
Mit Befremden hat die SP-Fraktion erfahren, dass die Regio
Energie Solothurn eine Mitbeteiligung an einem dereinst zu
erstellenden Atomkraftwerk Gösgen II in Erwägung
zieht. Die SP-Fraktion ist der Auffassung, dass sich eine
solche Beteiligung nicht mit der de-klarierten Nachhaltigkeitsstrategie
der Energiestadt Solothurn verträgt und deshalb zu ver-hindern
ist.
Diverse ungelöste Probleme sprechen gegen die Atomkraft:
Reaktorunfälle, gefährliche Transporte, wachsende
strahlende Müllberge sowie die Weiterverbreitung der
Atombombentechnologie. Technisch und wirtschaftlich ist die
Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell, Uran ein begrenzter
Rohstoff wie Öl und Gas. Wenn heute von einer Renaissance
der Atomkraft die Rede ist, wird gern verschwiegen, dass das
nur mit staatlicher Unterstützung in Märkten, in
denen kaum Wettbewerb herrscht funktioniert. Weltweit ereignen
sich täglich Zwischenfälle in Atomreaktoren - Zwischenfälle,
die in jedem Kraftwerk ärgerlich wären, bei einem
Atomkraftwerk aber potenziell unabsehbare Folgen haben können.
Der Atommüll, der zwangsläufig bei einem Betrieb
eines Atomkraftwerks entsteht, will verständlicherweise
niemand in einem Endlager vor der Haustür vergraben haben.
Eine vernünftige und zukunftsgerichtete Energiepolitik
setzt heute auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Riesiges Einsparpotenzial liegt hier noch brach. Beispielsweise
die Verluste bei der Energieübertragung. Erneuerbare
Energien wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse haben fast keine
Treibhausgasemissionen, sie sind unerschöpflich und auf
lange Sicht die einzige Option.
Solothurn, 27. Januar 2009
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