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Medienrohstoff
Auftragsvergabe der Stadt Solothurn: SP-Gemeinderatsfraktion
fordert bessere Berücksichtigung der Betriebe, die Lehrlinge
ausbilden
Die Gemeinderatsfraktion der SP mit Erstunterzeichner
Markus Schneider fordert, dass die Stadt Solothurn bei der
Vergabe von Aufträgen in Zukunft vermehrt jene Betriebe
berücksichtigt, die Lehrlinge ausbildet. An der Gemeinderatssitzung
von morgen Dienstagabend wird sie zwei entsprechende Vorstösse
einreichen.
Mit einer Motion verlangt Markus Schneider,
dass das städtische Submissionsreglement entsprechend
angepasst wird: Als mögliches Kriterium für die
Auftragsvergabe soll die Lehrlingsausbildung ausdrücklich
aufgeführt werden. Die SP verweist auf die positiven
Erfahrungen beim Kanton. Seit der Verankerung des Kriteriums
Lehrlingsausbildung' im kantonalen Submissionsgesetz
sei dieses regelmässig bei der Auftragsvergabe berücksichtigt
worden.
Mit einem Postulat wünscht Markus Schneider
von den städtischen Verwaltungsstellen, dass sie bei
freihändiger Vergabe und bei Einladungsverfahren nach
Möglichkeit bereits bei der Einladung von Anbietern jene
Betriebe bevorzugt, die sich in der Lehrlingsausbildung engagieren.
Ein Grossteil der städtischen Beschaffungen werde freihändig
oder zumindest im Einladungsverfahren vergeben. Bereits bei
der Einladung von Anbietern würden deshalb wichtige Weichenstellungen
vorgenommen. Diese sollen nach Ansicht der SP vermehrt zu
Gunsten jener Betriebe gefällt werden, die sich in der
Lehrlingsausbildung engagieren. Die Sensibilität der
städtischen Verwaltungsstellen soll in dieser Beziehung
geschärft werden.
Die SP weist in ihrer Begründung darauf hin, dass die
Berufsbildung eine Verbundaufgabe von Wirtschaft und Staat
sei. Beide Partner hätten ein hohes Interesse daran,
dass die Berufsbildung ihren Stellenwert behalte. Neben der
Verantwortung für die schulische Berufsbildung könne
die öffentliche Hand Anreize schaffen, damit sich Betriebe
weiterhin in der betrieblichen Berufsbildung engagierten.
Ein möglicher Anreiz müsse im öffentlichen
Beschaffungswesen geschaffen werden.
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